Cordoba- eine unterschätzte Schönheit
Andalusien, Travel

Cordoba- eine unterschätzte Schönheit

 

Cordoba- die oft vergessene Schönheit

Cordoba ist eine wunderschöne Stadt. Und auch wenn ich leider nur eine einzige Nacht dort bleiben durfte, haben mich die kleinen Straßen sofort verzaubert.

Ich muss gestehen, dass es zuerst eher weiter unten auf meiner Besucherliste stand. Lieber mal nach Granada, die Alhambra besichtigen. Oder nach Malaga, an den Strand. Cordoba würde ich irgendwann mit meiner Mitbewohnerin besuchen, oder dann auch gar nicht mehr, wenn die Zeit nicht reicht.Gut, dass ich es getan habe. Und jedem, der Andalusien besucht, kann ich diese Stadt nur wärmstens ans Herz legen. Ja, an einem Tag schafft man nicht gerade viel. Und ja, mehr als die Mezquita kann ich euch auch schon fast gar nicht empfehlen, außer, dass ihr Cordoba auf gar keinen Fall vergessen solltet.

Cordoba- ein Nachmittag und eine Nacht

Unser Hotel erreichen wir super bequem zu Fuß vom Busbahnhof in nur 15 min. Für die eine Nacht haben wir uns den Luxus eines fünf Sternehotels gegönnt, mit einem einzigartigen Frühstücksbuffet und einem Pool auf der Dachterrasse. Die Monate in Sevilla, bei 51 Grad und ohne direkten Strandzugang haben mich doch leicht ausgetrocknet und es war ein herrliches Gefühl, am Rand des Pools zu sitzen, in der Ferne die Berge zu betrachten und die Füße ins kühle Nass zu tauchen. Und es war wirklich sehr kalt. Hätte ich nicht gewusst wo ich war, hätte ich auch irgendwo in Marokko sein können. In einer kleinen Stadt in der Wüste.

Cordoba- manchmal muss ein bisschen Luxus sein
Cordoba- manchmal muss ein bisschen Luxus sein

 

Cordoba- mit Blick auf die Berge in der Ferne
Cordoba- mit Blick auf die Berge in der Ferne

Wir lassen die Atmosphäre auf uns wirken und genießen den Tag am Pool. Zum Abend hin schwimmen wir mit der Masse mit, durch die vielen, kleinen, entzückenden Straßen, bis wir einfach irgendwo abbiegen. Unser Ziel haben wir uns nur vage gesetzt, wir hören auf unsere Füße die uns durch die Nacht tragen. Meiner Meinung nach, lernt man eine Stadt sowieso am besten durch Spaziergänge kennen. Ohne genaues Ziel oder vorheriges studieren eines Reiseführers. Unterwegs findet man die meist eh die schönsten Fundorte. Wie durch Magie liegt dann plötzlich auf der Suche nach einem Ort, um seinen Kaffeedurst zu stillen, ein Café auf der linken Seite. Oder ein Restaurant, auf welches man direkt zu steuert, nach einem langen, anstrengenden Tag.

Am Ende landen wir in einem Restaurant in Wassernähe, dass wir uns mit weniger Hunger und mehr Zeit vielleicht nicht ausgesucht hätten. Die Portionen sind sehr klein, die Gäste alle auf besonders schick gemacht, die Preise eher hoch. Aber das Essen ist lecker und wir haben uns. Wir spielen Stadt, Land, Fluss und ich genieße echte echten Flamenquin aus Cordoba. Für jeden der dort zu besuch ist, ist dieses Essen ein absolutes muss. Hähnchen mit Schinken, Gurken und Käse, in einer Rolle zusammen gewickelt und frittiert. Hmm, konnte ich das jetzt lecker beschreiben? Auf jeden Fall war es das! Ich habe es danach noch zwei Mal in Sevilla probiert, so wie in Cordoba schmeckt es nirgendwo.

Cordoba- die schönste Sehenswürdigkeit 

Da wir am anderen Tag schon wieder die Stadt verlassen müssen, reicht es leider nur für eine Sehenswürdigkeit. Aber diese steht außer Konkurrenz zu allen anderen und ist schnell gewählt.

 

Cordoba- die Mezquita von Innen
Cordoba- die Mezquita von Innen

 

Cordoba- die Mezquita
Cordoba- die Mezquita

Die Mezquita in Cordoba. Wusstet ihr, dass dies die größte Moschee und der größßte Tempel der Welt ist? Mal einfach so, in einer kleinen Stadt wie Cordoba. Ohne, dass man das wirklich realisiert. Oder hört ihr die Menschen mehr von Cordoba als von Granada sprechen? Ich jedenfalls nicht. Im Jahre 785 wurde bereits mit ihrem Bau begonnen bis sie 987 das aller letzte Mal erweitert wurde. Und nun das spannendes an dieser Moschee, in ihrer Mitte wurde ab 1523 eine riesige Kathedrale erbaut, welche bis zum Anfang des 17. Jahrhundert fertig gebaut wurde. Faszinierend oder? Staunend laufen wir durch die riesigen Hallen. Beim Fotos machen muss man leider mit den anderen Toursiten wetteifern, wer den besten Platz ohne viele Menschen vor der Linse ergattert, aber auch das schafft man mit ein bisschen Geduld. Oder man weiß, wie man sie gut auf dem Bild platziert.

 

Cordoba- ich wusste, was ich mit den Menschen im Bild mache;)
Cordoba- ich wusste, was ich mit den Menschen im Bild mache;)

 

 

Cordoba- das Außengelände der Mezquita
Cordoba- das Außengelände der Mezquita

 

Cordoba- an diesem Brunnen anstand ein wenig später ein Foto für meine Oma
Cordoba- an diesem Brunnen anstand ein wenig später ein Foto für meine Oma

Anschließend genießen wir Eis in der Mittagshitze und schlendern zu der „Blumenstraße“. Ein winziges Gässchen, von dessen Ende man einen hervorragenden Blick auf den Kirchturm der Mezquita hat und welche normalerweise rechts und links von oben bis unten mit Blumen geschmückt ist. Leider waren diese zu unserer Zeit alle abgeblüht. Dennoch hatte diese Straße etwas ganz besonders und wunderschönes an sich. Zu Mittag essen wir auf einem Platz in der Nähe, welchen wir spontan einladend und sehr gesellig finden. Und dann, geht es auch schon wieder Richtung Bus.

Cordoba- die "Blumenstraße"
Cordoba- die „Blumenstraße“

Den Rucksack auf den Schultern, die Sonne im Gesicht und das leise Flüstern der Stadt im Rücken. Ja, wir kommen wieder. Versprochen.

 

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