Ein Spaziergang durch Amsterdam, Teil 2
Amsterdam, Travel

Ein Spaziergang durch Amsterdam, Teil 2

Amsterdam bei Nacht ist genauso schön wie am Tag. Die Lichter der Laternen spiegeln sich auf dem Wasser und tauchen das ganze in ein mystisches Licht. Man fühlt sich ein bisschen, wie in einem Fantasy Roman. Und ich bekomme Lust, mal wieder Harry Potter oder Tintenherz zu lesen. Da wir nicht in einem Hotel wohnen, sondern über Air B&B ein ganz wundervolles Zimmer bei einer unglaublich sympathischen und lieben Vermieterin gefunden haben, können wir gemütlich am Morgen Zuhause frühstücken und die Sonne auf dem Balkon genießen. Gut gesättigt und glücklich beginnen wir den Tag mit einer kleinen Auskundschaftung der direkt vor der Haustür liegenden Parks. Besonders empfohlen wurde uns der ‚Vondelpark‘ zu welchen wir zu Fuß gerade mal eine halbe Stunde brauchen. Wir schlendern in der Sonne durchs Grüne, vorbei an Fahrradfahrenden Müttern mit ihren Kindern, Joggern, Spaziergängern mit ihren Hunden und anderen Touristen die sich ebenso, wie wir, über das Wetter freuen. Der ‚Vondelpark‘ ist schön, aber vom ersten Moment an fühlen wir uns im ‚Rembrandtpark‘ wohler.

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Es ist voll, sehr touristisch, groß. Trotzdem suchen wir uns ein schönes Plätzchen am Wasser auf einer Wiese, um zu verweilen. Ich schieße Fotos von Wasser, Vögeln und was meiner Meinung nach noch ein bisschen Atmosphäre ausdrücken könnte, lege mich zum Schlafen in die Sonne und lese ein paar Seiten meines Buches. Das wir beide einen leichten Sonnenbrand davon tragen werden, spüren wir schon in den ersten 10 Minuten, aber manchmal gehört auch das zum Sommer dazu. Wir schauen nicht auf die Uhr, lassen uns nicht hetzen und verlieren irgendwo zwischen hier und da unser Zeitgefühlt. Als es zu warm wird und unsere Kehlen ausgetrocknet sind, laufen wir los Richtung Koninginneweg 218 ins „Dignita“. Ein ganz kleines, feines Café an der Straße, dass ich ohne vorherige Recherche niemals gefunden hätte. Doch es ist wunderbar. Die Croissants sind ganz frisch und selbst gemacht, das Schokokuchen mit Espresso einfach himmlisch. Dazu gibt es Eiskaffee und frische Limonade. Die Inneneinrichtung ist minimalistisch mit viel Liebe gemacht, die Preise halten sich in Grenzen aber da wir im Urlaub sind, darf man sich das mal gönnen und genießen. Ich glaube, in Amsterdam zu leben könnte ich mir auch mehr als vorstellen. 

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Zum Nachmittag hin gehen wir ein bisschen einkaufen und beschließen unseren letzten Tag mit einem ausgiebigen Picknick im ‚Rembrandpark‘ ausklingen zu lassen. Mit allem, was das Herz begehrt und noch einigem mehr. Unseren letzten Abend verbringen wir dann nirgendwo bestimmtes. Wir schlendern zum ‚Sugo‘ in der Ferdinand Bolstraat 107 und genießen echt leckere Pizza. Der Preis variiert zwischen 2,80 und 3,80 für ein kleines Stück und ist damit echt vertretbar. Der Boden ist handgefertigt und so lecker, dass sogar ich ihn liebend gerne ganz essen. Ja, ich habe eine kleine Pizzarand Abneigung 😉 Mir wurde immer gesagt, zum ersten Date dürfe ich niemals Pizza essen gehen. Es gibt die tollsten Kreationen von Mascarpone über Gorgonzola Käse und flambierten Zwiebeln. Und sogar Nutella Pizza. Wären wir nicht so satt gewesen, hätten wir die vielleicht sogar auch noch die probiert. Ja doch, auf jeden Fall. Das kann ich mir absolut nicht vorstellen, wie das schmecken soll. Wir sitzen das letzte Mal am Wasser und lassen die Beine baumeln, während Familien und Pärchen auf ihren Booten an uns vorbei fahren. Und ja, vielleicht beginnen wir auch ein kleines bisschen am Ufer zu tanzen, wenn die Musik der Boote besonders laut und besonders gut ist. Wir spazieren durch die Häuserreihen und lassen uns von der Masse treiben. Und wenn wir die Menschen über haben, lassen wir uns auf die Stufen eines Hauseinganges nieder, beobachten die vorbeiziehenden Touristen und reden. Wir reden und reden, bis die Sonne langsam hinter den Häusern den Mond vertreibt und den Himmel langsam in ein orange, rot, lila taucht. 

Es waren super schöne vier Tage. Wir haben eine neue Stadt kennenlernen dürfen und hatten trotzdem Urlaub. Und ich würde jeder Zeit noch mal wiederkommen. Ein bisschen Herz ist in Amsterdam geblieben. 

 

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2 Comments
  • Christine
    9. Juni 2016 10:23 0Likes

    Der Vondelpark konnte mich leider nicht so recht begeistern, da bin ich vielleicht von den schönen Parks in Wien verwöhnt 😉 Ich könnte mir durchaus auch vorstellen, in Amsterdam zu wohnen. Warst du auch in Zaanse Schans? In diesem typisch holländischen Dörfchen wimmelt es zwar von Touristen, die Häuser und vor allem die Windmühlen haben dafür jedes Holland-Klischee erfüllt.

    • fundorte
      9. Juni 2016 10:37 0Likes

      Nein, da war ich leider nicht :/ aber es klingt fantastisch 😉 ich möchte auch unbedingt noch mal wiederkommen und dann steht das ganz sicher auf meiner Liste:) Mensch, dann muss ich die Parks in Wien auch noch auf meine Liste schreiben, wenn sie noch schöner sind:))

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