Prenzlauer Berg-ein Spaziergang durch Berlin
Berlin, Prenzlauer Berg, Sommerbesucher

Prenzlauer Berg-ein Spaziergang durch Berlin

Prenzlauer Berg

Die Sonne geht langsam hinter den Häusern unter. Obwohl es gerade mal Nachmittags um 16:00 ist, wechselt der Tag erstaunlich schnell in die Nacht über und die Sonne macht den Wolken und dem Mond platz. Es ist kalt. Ohne Sonne kälter als gedacht, deshalb würde ich diesen wunderschönen Spaziergang durch den Prenzlauer Berg euch ganz eindeutig doch eher für den Sommer empfehlen. Aber die Hände tief in den Taschen vergraben und die Kapuze über die Mütze gezogen, setzen wir unseren Weg durch die kleinen Straßen trotzdem fort. 

Prenzlauer Berg ist ein wunderschöner Bezirk Berlins. Für die meisten ein reiner Touristenmagnet oder möchte gern Bezirk. Ich selbst bin viel zu selten dort unterwegs. Vielleicht, weil ich das ebenso empfinde, vielleicht aber auch, weil ich mit der Bahn jedes mal 50 Minuten Anfahrtsweg habe. Ein Fehler, wie ich vorgestern feststellte und mein Vorsatz für dieses Jahr ist, in diesem Bezirk öfter spazieren zu gehen. Mich in der Sonne in den Park zu setzen, mir einen Kaffee in einem der wundervollen, kleinen Cafés zu holen und mir irgendwo einen kleinen Snack zu gönnen.

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Kleine Entdeckungen am Wegensrand

Für wen 4,50€ für drei Stunden parken nicht zu viel sind, dem kann ich nur wärmsten das Parkhaus in der Kulturbrauerei empfehlen. Ansonsten fährt auch überall die U-Bahn, der Bus oder sogar die Tram. Rund um die Station Eberswalderstr & Senefelderplatz liegt der Kollwitzkiez. In der Raumerstr zwischen Mauerpark und Helmholtzplatz finden wir unseren ersten Fundort. Ein bezauberndes Café Namens „Kaffeerösterei Pakolat„, welches nicht nur echte Croissants aus Frankreich anbietet und wahnsinnig leckeren Kuchen, sondern auch selbstgemahlenen Kaffee. 

Wenig später stolpern wir über einen Crêpe Laden, welcher leider geschlossen hat, aber mit einzigartigen Angeboten lockt. So zum Beispiel einen Crêpes mit vier verschiedenen Käsesorten und Schlagsahne. Ganz klein und unauffällig liegt er in der Pappelallee und wartet auf Besuch. Besuch, den ich ihm beim nächsten Mal sehr gerne abstatte- man soll sich ja schließlich immer einen Grund zum Wiederkommen aussuchen. 

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In der selben Straße liegt auch das Restaurant  „Osmans Töchter„. Hier stehen unter anderem  ‚Kürbis- Linsen Suppe‘, ‚Ofenkürbis auf Blattsalat‘ oder ‚ türkische Tortelinis‘ auf der Speisekarte und ein Kellner mit herzlichem lächeln lädt uns auf einen Kaffee ein. Insgeheim bin ich ja ein Fan von solch bunt zusammen gewürfelten Stühlen, wie sie vor dem Restaurant stehen 😉 

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Die beste Begleiterin für solche Ausflüge ist immer noch meine Mama. Eingehakt, unsere Stimmen in der Luft laufen wir mal nach links und mal nach rechts. Wir laufen die Straßen hinauf und hinunter und wieder zurück. Angezogen von einem kleinen Blumenladen, in welchem sie sich Blumen für ihr Wohnzimmer kauft, einem Designerladen oder dem letzten Strahl Sonne, der schüchtern in einen Hinterhof fällt. 

 

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Prenzlauer Berg- die beste Currywurst der Stadt

Für mich gibt es die beste Currywurst Berlins bei Konnopkes. Seit 87 Jahren wird hier Currywurst ausgegeben, kommt Jung und Alt zum Essen und dem Austausch netter Gespräche zusammen. Auch vegetarisch und vegan gibt es das Angebot und es schmeckt genauso köstlich wie die mit Fleisch.  

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Zum Aufwärmen gibt es dann noch einen dritten Kaffee an diesem Tag, eigentlich trinke ich nicht mehr als einen. Mit viel Milch und Zucker, eine kleine Vollwertmahlzeit also, wie Mama immer sagt. Auf dem Weg zum Auto finden wir dann sogar noch einen von diesen Läden, in denen man seine Füße in ein Wasserbecken mit Fischen stecken kann und welche dann die Hornhaut von den Füßen knabbern. Ich wusste gar nicht, dass wir hier in Berlin so etwas auch haben. Ich selbst habe es nur einmal in Thailand getestet. Und einmal hat mir auch gereicht, muss ich gestehen. 

 

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Alles in allem sind wir am Ende gute drei einhalb Stunden in Prenzlauer Berg unterwegs. Die Bäuche mit Currywurst und Kaffee gesättigt und glücklich, die Nasen leicht rot von der Kälte. Es war ein toller Nachmittag und jedem, der die Stadt mal ein bisschen besser kennenlernen möchte ohne viel Geld auszugeben, kann ich eine solche Bezirkstour nur ans Herzen legen.

Lauft einfach ein bisschen drauf los, schaut in die Schaufenster, trinkt einen Kaffee wo es euch gefällt und stolpert über einzigartige Souvenirs für Zuhause, die so in keinem Reiseführer stehen. Übrigens auch gegen Heimweh ein wunderbares Heilmittel, sich einmal in der Stadt verlaufen. Denn, man kann ja dann wieder „nach Hause“ zurück kommen. 

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