Yoga auf Reisen – darauf solltest du achten
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Yoga auf Reisen – darauf solltest du achten

Yoga auf Reisen. Kennst du diese wunderschönen Yoga-Fotos, die am Strand und am besten noch vor einem Sonnenuntergang aufgenommen worden sind? Oder unter einer Kokospalme? Oder im tiefsten Dschungel? Da bekommt man doch irgendwie direkt Lust, das Ganze nachzumachen. Zumindest geht mir das immer so. Und wenn ich dann im Urlaub bin, setze ich das auch direkt in die Tat um. Yoga in der Sonne, im Warmen ist einfach großartig!
Ich habe einige Yogahaltungen, die ich immer wieder gerne übe – meine Yogaroutine sozusagen. So brauche ich einfach nur dort, wo es mir gerade gefällt, meine Matte auszurollen und kann loslegen.

Anders sah das aus, als ich noch nicht so geübt war, keine Ahnung hatte, wie ich die einzelnen Asanas miteinander verbinden und daraus einen Flow entstehen lassen kann.
Wenn Yoga noch neu für dich ist, wird es dir vermutlich ähnlich ergehen. Deshalb möchte ich dir ein paar Tipps mit an die Hand geben, wie du auch unterwegs ins Üben kommen kannst.

Was ist Yoga eigentlich?

In unserer westlichen Welt ist Yoga überwiegend als „Sport“ bekannt. Kein Wunder, wird man durch das regelmäßige Üben der Asanas nicht nur stärker und ausgeglichener – man bekommt auch einen strafferen Körper und fühlt sich allgemein wohler in seiner Haut. Ursprünglich war das aber gar nicht so gedacht. Yoga ist aus verschiedenen indischen Kulturen entstanden und beinhaltete in seiner Ursprungsform überwiegend mentale Übungen, um zu Erleuchtung und innerer Zufriedenheit zu finden und das Göttliche, Schöpferische in sich zu entdecken. Später kamen, um dieses Bestreben zu vereinfachen, Atemübungen (Pranayama) und Körperhaltungen (Asanas) dazu.

Als Basis für ein yogisches Leben sind im Yogasutra (quasi DER Yogabibel) auch Verhaltensregeln für den Umgang mit anderen Lebewesen, sowie auch für den Umgang mit uns selbst niedergeschrieben.
Insgesamt gibt es acht Pfade, die zur Erleuchtung führen und die aufeinander aufbauen.

Da es sich bei dieser „Suche nach sich selbst“ um einen Prozess handelt, der eigentlich nie abgeschlossen ist, weil man sich ja selbst stetig weiterentwickelt, spricht man auch von „Yoga üben“, statt „Yoga machen“. Yoga ist also eigentlich eher spirituell, als sportlich.

Yoga- Die Haltung der Krieger
Yoga- Der Krieger
Yoga togo– so kannst du unterwegs üben

1. Finde einen guten Lehrer

Wenn du vor hast, während einer Reise Yoga zu lernen und noch sehr unerfahren bist, empfehle ich dir, es nicht auf eigene Faust zu versuchen. Gerade am Anfang der Praxis ist es nötig, jemanden an seiner Seite zu haben, der einem erklärt, worauf man in den einzelnen Haltungen achten muss, um sich nicht zu verletzen – und der notfalls korrigiert.

Yogalehrer gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Vor allem am Meer. Man muss nur ein bisschen die Augen offen halten und wissen, wo man suchen muss. Erste Anlaufstelle ist bei mir meistens Dr. Google. Hier solltest du zumindest größere Studios in deiner Nähe finden. Der große Vorteil hierbei ist, dass du die Chance hast, Rezensionen von anderen Schülern zu lesen. So kannst du böse Überraschungen vermeiden.

Mein zweiter heißer Tipp: Cafés. Alles, was ein bisschen alternativ aussieht und vegane Speisen und Getränke im Angebot hat, hat das Potential eine Yogafundgrube zu sein. Wenn du ganz viel Glück hast, liegen dort sogar Flyer aus. Ansonsten lohnt es sich immer, Leute anzusprechen und nach Tipps zu fragen. Oft kennt nämlich einer einen, der einen kennt, dessen Cousine Yogalehrerin ist. Oder so. Auch an Surfspots treiben sich meistens viele Yogis rum. Die Kombination aus Yoga und Surfen ist extrem beliebt.

2. Nimm deine Yogamatte mit

Wenn du eine eigene Matte hast, nimm sie auf jeden Fall mit. Es gibt nichts Schlimmeres, als alte, abgerockte, miefende Studio-Yogamatten. Oder gar keine Yogamatten. Ich kenne die Eigenschaften meiner Matte und komme damit super zurecht. Deswegen ist sie immer mit dabei.

3. Zieh dich richtig an

Gerade wenn es warm ist, neigt man ja gerne mal dazu, die Yogaleggings gegen eine kurze Hose einzutauschen. Als ich letztens zu Hause in meiner kurzen Flatterhose geübt habe, ist mir währenddessen aufgefallen, dass man vermutlich meinen halben Hintern sehen konnte. Hat keinen gejuckt, ich war ja alleine. Wenn du aber dann mit mehreren zusammen übst, kann zu knappe Bekleidung ziemlich schnell sehr unangenehm werden.
Ich habe eine kurze, luftige Sporthose, die eine Art Radlerhosen-Inlay hat, das knalleng auf der Haut liegt. Sowas ist optimal für viel Hitze. Wenn du eh einen Sport-BH trägst, kann das Oberteil auch ruhig luftig sein. Man will sich ja auch nicht zu Tode schwitzen.

 

Yoga am Strand
Yoga am Strand- sei Dankbar für alltägliche Dinge

 

4. Fang an zu meditieren

Urlaubserinnerungen sollen ja am besten so lange halten, wie möglich. Meditation ist dafür ein super Werkzeug. Es gibt für mich fast nichts Besseres, als mit geschlossenen Augen am Meer zu sitzen und einfach den Moment zu genießen.
Wenn du irgendwo unterwegs bist, schau dir deine Umgebung ganz genau an. Nicht durch die Kameralinse, sondern direkt. Mit deinen Augen. Das lässt die Erinnerung viel länger haften.

Auch eine tolle Technik ist Dankbarkeit. Ich mache das gerne vor, oder nach der Meditation und zähle dann gedanklich alles auf, wofür ich dankbar bin. Das können ganz banale Sachen sein, wie Tatsache, dass man ein Dach über dem Kopf hat, oder aber besondere Urlaubsmomente, wie der wunderschöne Sonnenuntergang, das leckere Essen in dem kleinen Lokal nebenan, die frische Kokosnuss in deiner Hand, der warme Sand unter deinen Füßen.
Yoga hat mir geholfen, solche Dinge viel intensiver wahrzunehmen und zu genießen und sie dadurch ein Stück weit mit nach Hause zu nehmen.

Ich hoffe, meine kleine Yogareise hat dir gefallen und du kannst meine Tipps auf deiner nächsten Reise ausprobieren. Oder hast du schon unterwegs Yoga geübt? Was sind deine Erfahrungen?

Yoga der Lotussitz
Yoga Lotussitz- Danke Yayfortoday für diesen wunderschönen Artikel!
Über mich

Hi, ich bin Natalie! Ich blogge auf Yay For Today über das Leben als Yogi und gebe Yoga-Anfängern Tipps für einen leichten Einstieg mit allem Drum und Dran. Dazu gehören neben Körper- und Atemübungen auch Meditation, Ernährung und ein bewusster, nachhaltiger Lifestyle.  Wenn du mehr über die Yogaphilosophie erfahren möchtest, lies dir gerne meine kurze Einführung dazu durch.

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